Das chaos auf Deinem blog spiegelt sehr gut Deine persönlichkeit wieder.

Bekam ich so vor den latz geknallt. Ich hatte paar abende davor gefragt, ob ich den link zu meinem blog aufschreiben solle. Dieser wäre gerade im umbau und viel könne man nicht damit anfangen, aber, wenn interesse bestünde…

Nun wurde ich darauf nochmal angesprochen:
– Ich habe jetzt nichts großartig gelesen, habe es mir  nur so angeschaut, aber ich muss sagen, das chaos auf deinem blog spiegelt sehr gut Deine persönlichkeit wieder.

Alles schön und gut, aber einige dieser Texte sind über fünf jahre alt. Die jüngsten gerade mal zwei. Vor fünf jahren kannte man sich noch nicht, obwohl es natürlich diese eine romantische spinnerei gibt, dass man sich vielleicht doch 2004 über den weg gelaufen ist. Gut fünf jahre bevor  ich anfing meine texte auf einem blog zu veröffentlichen. Etwas, von vor einigen jahren spiegelt meine heutige persönlichkeit wieder — und nun?

Ich wollte einen neuanfang! Etwas bei mir noch nicht dagewesenes! Und nun spiegelt etwas von vor einigen jahren meine heutige persönlichkeit wieder.

Ich habe ja schon das ende meines blogs verläuten lassen. 
Ich kam mit dem schreiben nicht weiter voran, während ich mich  dazu verpflichtet fühlte den blog fortzuführen, da es mir immer eine riesenfreude bereitet hatte. Gleichzeitig hatte ich so gar keine ahnung, über was ich schreiben wollte.

Ich fing an meinen blog winter 2009/2010 zu schreiben. Anlass war irgendwie die idee anderen leuten die welt aus meiner sicht darzustellen (daher der titel des blogs).  Im laufe der jahre 2011 und 2012 festigte sich der themenrahmen. Es ging sehr viel um politisch-gesellschaftliche themen, aber auch einiges persönliches. Schließlich kamen buch-, film-, youtube-, blog-, fernseh- ect.-empfehlungen dazu. Im frühling 2012 hörte ich auf zu schreiben und schliesslich kehrte ich an die uni zurück, wo mein schreibbedürfnis befriedigt wurde.  Erst jetzt sehe ich, dass die jahre, in denen ich überhaupt nichts auf meinem blog veröffentlicht habe, diejenigen waren, in denen ich enorm viel für die uni geschrieben habe.  Da könnte es einen zusammenhang geben…

Dann ging ich von der uni ab und geriet innerhalb von kürzerster zeit wieder einmal in einem kreis von intellektuellen, diesmal künstlerinnen, bildende, musizierende wie auch schreibende. So fing ich wieder an zu schreiben, trug einige der texte auch vor publikum vor.  Ich fand es aber traurig die texte nur einmal vorzutragen, evt. an paar freunde und bekannte zu schicken, um anschließend die texte auf meinem rechner verstauben zu lassen. Eine revolutionäre idee kam mir in den Sinn:
Ich mache einen blog auf machen. – Ja, schön, hast Du nicht schon einen? – Stimmt, da war was…

War dann auch so.

Es hat irgendwas befreiendes endlich alle alten blogeinträge nicht mehr online zu haben. Im text vom 18.01.2016 War’s das, Leute? erklär ich ja noch, dass kaum etwas von dem, über was ich vor 2013 geschrieben habe, noch existiert. Jetzt ist es egal, da man diese texte nicht mehr nachlesen kann.

Das Wechselspiel zwischen neuanfang und fortführung. Die idee in meinem hinterkopf war, wie gesagt, ein völliger neuanfang. Zwar auch auf alte texte zurückkommend, aber mit dem alten abschliessend. Dieses chaos auf Deinem blog spiegelt sehr gut Deine persönlichkeit wieder lässt mich beruhigend vor mich hinschmunzeln. Es ist wunderschön alte sachen mit ins neue lebenskapitel zu nehmen.

Was ich mir und Euch wünsche.

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